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Aufklärung & Einwilligung

Lokalanästhesie (örtliche Betäubung) – Patienteninformation und Dokumentation

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Zahnarztpraxis Dr. Richter
Zahnerhaltung Oralchirurgie Kieferorthopädie Prothetik
Aufklärung Lokalanästhesie
Wozu dient dieser Bogen? Dieser Aufklärungsbogen dient Ihrer Vorbereitung auf das persönliche Aufklärungsgespräch in unserer Praxis. Er ersetzt nicht die mündliche Aufklärung – diese ist der eigentliche Kern jeder Aufklärung und gesetzlich vorgeschrieben (§ 630e BGB). Im Gespräch können wir gezielt auf Ihre individuelle Situation, Ihre Fragen und Bedenken eingehen. Der Bogen hilft Ihnen, sich vorab zu informieren und offene Fragen zu notieren. Wenn Sie mögen, können Sie den Bogen ausgefüllt ausdrucken und zu unserem Gespräch mitbringen.
Hinweis zum Datenschutz: Ihre Eingaben werden nicht an uns übermittelt und nicht gespeichert. Die Bearbeitung erfolgt ausschließlich lokal auf Ihrem Gerät. Wenn Sie dieses Formular an einem öffentlich zugänglichen Gerät ausfüllen, denken Sie bitte daran, anschließend den Browserverlauf zu löschen.

1. Zweck der Behandlung

Dieses Dokument dient der Aufklärung über die geplante Lokalanästhesie (örtliche Betäubung). Ziel ist die Schmerzausschaltung bzw. Schmerzreduktion während einer zahnärztlichen Behandlung.

Hinweis: Vollständige Schmerzfreiheit kann nicht in jedem Fall garantiert werden. Abhängig von Entzündungszustand, Anatomie oder individueller Empfindlichkeit kann eine Nachanästhesie erforderlich werden.

2. Behandlungsregion – Zahnschema

Bitte klicken Sie die zu behandelnden Zähne an oder markieren Sie diese handschriftlich im Ausdruck:

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Zähne anklicken zum Markieren · FDI-Nummerierung nach WHO-Schema
Ausgewählt:

3. Anästhesieverfahren

Verfahren:

  • Oberflächenanästhesie (Gel / Spray)
  • Infiltrationsanästhesie
  • Leitungsanästhesie
  • Intraligamentäranästhesie (Einzelzahnanästhesie)

Verfahren:

Adrenalinzusatz (Vasokonstriktor):

4. Risiken der Lokalanästhesie

Die häufigsten Begleiterscheinungen sind ein kurzer Einstichschmerz, Druckgefühl bei der Spritze und vorübergehende Taubheit von Lippe, Zunge oder Wange für einige Stunden. Blutergüsse an der Einstichstelle können auftreten. Seltener bekommen Patienten Kreislaufreaktionen wie Schwindel oder Übelkeit, oder es entsteht eine örtliche Infektion. In Einzelfällen halten Taubheitsgefühle länger an oder es treten Nervreizungen auf. Sehr selten sind allergische Reaktionen oder Herzrhythmusprobleme.

Allgemeine Risiken (bei allen Verfahren möglich):

  • Einstichschmerz, Druckgefühl bei Injektion
  • Hämatom (Bluterguss) und/oder Schwellung an der Einstichstelle
  • Lokale Infektion an der Injektionsstelle
  • Vorübergehende Taubheit von Lippe, Zunge oder Wange (Dauer wenige Stunden)
  • Selbstverletzungen durch Aufbeißen im tauben Bereich (insbesondere bei Kindern)
  • Kreislaufreaktionen (Schwindel, Übelkeit, kurzfristige Ohnmacht)
  • Selten: länger anhaltende Sensibilitätsstörungen oder Nervirritationen
  • Sehr selten: intravasale Injektion mit systemischen Wirkungen des Anästhetikums
  • Sehr selten: toxische Reaktion bei Überdosierung oder versehentlicher Gefäßinjektion – mögliche Zeichen: Krämpfe, Bewusstseinsstörungen, Atemstörungen
  • Verschlucken oder Einatmen von Kleinteilen (z. B. Nadelschutzkappen) – in der Regel folgenlos, in Einzelfällen weiterführende Maßnahmen erforderlich
Zusätzlich bei Leitungsanästhesie: Trismus (eingeschränkte Mundöffnung durch Muskelverhärtung); selten Spritzenabszess mit lokaler Entzündung, der ggf. antibiotische Behandlung und/oder chirurgische Entlastung erfordert.
Schwere, seltene Ereignisse: In extrem seltenen Fällen anaphylaktischer Schock, Kreislaufstillstand oder Herzstillstand. Bei Auftreten werden umgehend Notfallmaßnahmen eingeleitet.

5. Anamnese

Ihre medizinische Vorgeschichte ist Grundlage für die Auswahl des geeigneten Betäubungsverfahrens. Alle Angaben unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und dem Datenschutz.

Mitwirkungspflicht: Die Patientin / der Patient ist verpflichtet, relevante Vorerkrankungen, Medikamente und Allergien vollständig und wahrheitsgemäß anzugeben. Bitte teilen Sie etwaige Ergänzungen jetzt mit.

Ergänzungen zur Anamnese:

6. Kontraindikationen / Risikofaktoren

Bitte ankreuzen, sofern zutreffend:

Sonstiges:

7. Verhaltenshinweise nach der Betäubung

Für 2 bis 4 Stunden ist Ihr Gefühl vermindert – fahren Sie nicht Auto und bedienen Sie keine Maschinen. Essen und trinken Sie nichts Heißes, um Verletzungen zu vermeiden. Beaufsichtigen Sie Kinder in dieser Zeit besonders, um Bissverletzungen zu vermeiden. Falls die Taubheit nach 8 Stunden anhält oder Sie starke Schmerzen, Schwellung oder Fieber bekommen, rufen Sie uns an.

Unmittelbar nach der Betäubung

  • Reaktionsvermögen eingeschränkt: Nach einer Lokalanästhesie kann Ihr Reaktionsvermögen vorübergehend beeinträchtigt sein. Nehmen Sie bitte nicht selbst am Straßenverkehr teil und bedienen Sie keine Maschinen, bis die Betäubung vollständig abgeklungen ist. Lassen Sie sich ggf. von einer Begleitperson abholen.
  • Kein Essen oder Trinken heißer Getränke, solange die Betäubung wirkt – es besteht Verbrennungs- und Bissverletzungsgefahr.
  • Nicht auf die betäubte Lippe, Zunge oder Wange beißen.
  • Kinder in der Nachwirkungszeit besonders beaufsichtigen – Bissverletzungen im betäubten Bereich sind häufig.

Wirkdauer und Nachbeobachtung

  • Wirkdauer in der Regel 2–4 Stunden (individuell abweichend, bei Leitungsanästhesie ggf. länger).
  • Bei anhaltender Taubheit über 8 Stunden bitte die Praxis kontaktieren.
Sofort unsere Praxis kontaktieren bei:
  • anhaltender Taubheit oder Gefühllosigkeit über 8 Stunden hinaus
  • zunehmender Schwellung, Fieber oder starken Schmerzen an der Einstichstelle
  • eingeschränkter Mundöffnung (Kieferklemme), die sich nicht bessert
  • Anzeichen einer allergischen Reaktion (Hautausschlag, Atemnot, Schwellungen im Gesicht/Hals)

Außerhalb der Sprechzeiten: Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117 oder bei Notfällen 112.

8. Einwilligungserklärung

Ich bestätige, dass ich über die geplante Lokalanästhesie sowie über deren Risiken und mögliche Komplikationen aufgeklärt wurde. Ich hatte ausreichend Gelegenheit, Fragen zu stellen, und meine Fragen wurden zu meiner Zufriedenheit beantwortet.

Kostenhinweis (§ 630c Abs. 3 BGB): Lokalanästhesien im Rahmen zahnärztlicher Behandlungen sind in der Regel Kassenleistung. Sollten sich darüber hinausgehende Kosten ergeben (z. B. spezielle Anästhesieverfahren), werden Sie vorab informiert.
Widerrufsrecht: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit – auch nach Unterzeichnung – bis zum Beginn der Maßnahme widerrufen. Ein Widerruf bedarf keiner Begründung.

9. Ärztliche Dokumentation (Praxis)

Wird vom Behandler / der Behandlerin ausgefüllt:

Besondere Risiken besprochen:

Sprachverständnis:
Aufklärungszeitpunkt: Bedenkzeit gewährt:
Einwilligungsfähigkeit:
Datenschutzhinweis (Art. 9 Abs. 2 lit. a, Art. 13 DSGVO): Ihre Angaben in diesem Bogen werden ausschließlich zum Zweck der zahnärztlichen Behandlung und Dokumentation erhoben und in Ihrer Patientenakte gespeichert, wenn Sie den Bogen mitbringen, in der Praxis mit uns ausfüllen und nach mündlicher Aufklärung. Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage Ihrer Einwilligung sowie unserer gesetzlichen Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten (§ 630f BGB, § 12 MBO-Ä). Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nur, soweit gesetzlich vorgeschrieben. Sie haben jederzeit das Recht auf Auskunft, Berichtigung und – unter den gesetzlichen Voraussetzungen – Löschung Ihrer Daten. Verantwortliche Stelle: Zahnarztpraxis Dr. med. dent. Ernst Richter, Hauptstraße 165, 63875 Mespelbrunn.
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63875 Mespelbrunn